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An(ge-)dacht und Nachgedacht - Kurzandacht für Dezember 2017 bis Februar 2018
Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offenbarung 21,6 Luther 2017)

Liebe Mitglieder und Freunde,

Was für ein Angebot. Wäre da nicht unsere menschliche Skepsis gegenüber allem, was „umsonst“ ist. „Was nichts kostet, ist nichts wert“, sagt der Volksmund, und wer will, kann immer wieder Beispiele dafür entdecken, dass „umsonst“ hartnäckig mit „wertlos“ oder „minderwertig“ gleichgesetzt wird. Warum ist das so schwierig? Warum bezahlen Menschen lieber für etwas, was ihren Durst nach Leben nicht stillt, anstatt sich DAS Leben schenken zu lassen?

Davon jedenfalls spricht der Prophet Jesaja (Kapitel 55), der das großartige Angebot des Schöpfers ganz ähnlich schon damals ausrufen soll.

Und dabei ist das Angebot Gottes, das uns im Zeugnis der Offenbarung hier begegnet, alles andere als minderwertig. Es ist Gottes ewiger Wille, den er durch Jesus Christus verwirklicht hat. Was Johannes uns in seinem Einblick in Gottes Heilsplan für das Ende der Zeit bezeugt, ist einer der ganz großen Höhepunkte der Heilsgeschichte Gottes. Das besondere an dieser Zusage ist – darauf lässt der Grundtext schließen – es ist keine schlichte Absichtserklärung für den Sankt Nimmerleinstag. Es ist die Bestätigung dessen, was Gott seit der Auferstehung Jesu von den Toten unablässig bis heute tut: Er stillt den Durst, bringt die Ruhe im Sturm, gibt Halt in Unsicherheit, Zuversicht in Angst, Vergebung in Schuld, Hoffnung in Ausweglosigkeit, Trost im Leid – kurz: Leben – umsonst. Glaubst Du das? Nimm ihn beim Wort und bitte darum, wo Du es nicht so erlebst.

Ihr Christian Hertel, Prediger