Kurzandacht für Februar/März 2012
Liebe Freunde, liebe Geschwister
Während Sie diese Zeilen lesen, wird der Frühling Einzug halten - am Anfang noch sehr unscheinbar und zart und leicht zu übersehen.
Bei Henri Nouwen bin ich einer Andacht begegnet die ich gerne mit dem Bild auf der Titelseite unserer Homepage in Verbindung bringen möchte. Die Schneeglöckchen, die mutig ihre Triebe durch den letzten Schnee schieben sind doch so ein unscheinbarer Bote des Frühlings. Man kann sie übersehen. Sie haben keine grellen Farben, aber sie sind sehr schön und dem, der sie sieht erfreuen sie das Herz.
Unscheinbarkeit braucht Mut. Es gibt einen geistlichen Mut zum Zurücktreten. „Mutig sein erfordert ein Risiko einzugehen. Das eine ist vom anderen nicht zu trennen. Einen Steilhang des Grand Canyon mit dem Mountainbike hinunterzufahren, sich in einem Fass durch die Niagara-Fälle treiben zu lassen, an der Fassade eines Wolkenkratzers bis zum Blitzableiter hochzuklettern oder den Atlantik in einem Ruderboot zu überqueren, wird allgemein als mutig angesehen, weil Menschen dabei ihr Leben riskieren.“ ... „ Geistlicher Mut ist etwas völlig anderes. Er folgt dem tiefsten Verlangen unseres Herzens und geht das Risiko ein, Ansehen und Bekanntheit zu verlieren. Geistlicher Mut verlangt von uns die Bereitschaft, unser zeitliches Leben zu verlieren, um ewiges Leben zu gewinnen.“
Der Mut zu verlieren um zu gewinnen kann leicht übersehen werden. Aber denen, die ihn entdecken erfreut er das Herz.
Gott mit Ihnen!
Ihr Christian Hertel