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An(ge-)dacht und Nachgedacht - Kurzandacht für Oktober / November 2017
  Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt,
daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt.
(Joh. 15, 16a)


Liebe Mitglieder und Freunde!

Ja, der Sommer ist vorbei und klingt tatsächlich nur hier und da noch ein wenig nach. Der Herbst steht vor der Tür. Es ist Zeit der Ernte und das Erntedankfest steht an. Es ist Erntezeit und das ist eine schöne Zeit. Die Natur zeigt sich so farbenprächtig und abwechslungsreich und läßt überall Früchte entdecken. Reiche Früchte, für die meist jemand hart gearbeitet hat; und doch hat er sie nicht gemacht, die Frucht.

Jesus gebraucht die Ernte immer wieder als Bild, mit dem er unterschiedliche Wahrheiten des Reiches Gottes beschreibt. Mir ist sein Gleichnis von der selbst wachsenden Saat (Markus 4, 26-29) in den Sinn gekommen, das anschaulich macht, wie es sich mit unserer Arbeit für Gottes Reich verhält.

Es gibt einen, der Frucht schafft - einen! - und dieser Eine ist Gott der Vater selbst. Das kann man auch heute im Zeitalter der Gentechnologie nicht anders sagen. Niemand ist im Stande, zu erschaffen, außer Gott allein. Das entlastet ungemein, wenn wir das Bild Jesu übertragen. Niemand von uns wird Frucht schaffen! Wir sollen Frucht bringen – nicht schaffen (Joh. 15, 16). Wir sind nicht  dafür verantwortlich, daß Frucht entsteht!

Und doch – denkt man an die Mühe der Landwirte das Jahr hindurch, macht das Bild auch klar: Das Reich Gottes braucht ganzen Einsatz und ist die Mühe wert, denn Ernte ist einfach eine schöne Zeit! Ich wünsche Ihnen viel Freude daran.

Ihr Christian Hertel, Prediger